Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

immer sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

Hauptstraße 215

50169 Kerpen-Horrem

Das Programm im zweiten Halbjahr 2017:


 

Vorankündigung:

Sonderveranstaltung am 22. Dezember 2017

Weitere Informationen zum Film-Projekt am 22. Dezember finden Sie hier (PDF-Datei): 

Weihnachtsoratorium - John Neumeier - Hamburg Ballett

Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle schon mal an alle Kooperationspartner unserer filmischen Sonderveranstaltung "Weihnachtsoratorium Hamburg Ballett".

 

Das ist zunächst einmal die Evangelische Kirchengemeinde Horrem, bei der wir mit dieser Veranstaltung zu Gast sein dürfen. Sie feiern in diesem Jahr nicht nur "500 Jahre Reformation" sondern auch "50 Jahre Kreuzkirche 1967-2017".

Desweiteren bedanken wir uns beim "Förderkreis Musik an Christus König und St. Clemens" für deren Unterstützung des Projektes.

Und dann ein Dank an das "Katholischen Bildungswerk im Rhein-Erft-Kreis" für deren langjährige Begleitung des KKKK von Beginn an.

Zuletzt noch ein Dank an die "Katholische Kirchengemeinde", auf deren Seite wir uns hier befinden und die einen Teil der Technik des KKKK zur Verfügung stellt.

 

Danke!


 

Der nächste Film am 12. November:

"Romero"

 

John Duigan * USA * 1989 * 104 Min. *

Eignung ab 16

 

Romero ist ein Film des australischen Regisseurs John Duigan. Er stellt das Leben des 1980 ermordeten Erzbischofs von San Salvador, Óscar Romero, dar.

 

 

Handlung

Die Handlung des Films setzt bei der Weihe Romeros zum Erzbischof von San Salvador ein, Romero wird als unpolitischer, geradezu naiver Mensch eingeführt, der die Politisierung der salvadorianischen Kirche verhindern soll.

Im Verlauf des Films wird die Veränderung Romeros deutlich gemacht. Kontakte mit der unterdrückten Bevölkerung El Salvadors und die Ermordung des befreundeten Priesters Rutilio Grande machen ihn letztlich zu einem scharfen Kritiker der Militärdiktatur. Er setzt sich für soziale und politische Reformen ein, wendet sich gegen die Militärhilfe der USA und gegen die Gewalt in seinem Land.

Der Film endet mit der Ermordung Romeros, und deutet den darauf folgenden Bürgerkrieg in El Salvador an.

 

 

Hintergrund

Romero wurde am 24. März 1980 während einer Predigt in der Krankenhauskapelle der „Divina Providencia" (deutsch: Göttliche Vorsehung) vor dem Altar von einem Scharfschützen erschossen.

Motivation:

Die politischen Morde der Todesschwadronen sollten durch die Ausschaltung der geistigen Elite und fähiger Führungspersönlichkeiten des Widerstandes eine mögliche Revolution verhindern. Da die Anführer des Widerstandes meist aus der Mittelschicht kamen, dessen breite Masse aber Campesinos, also meist landlose Bauern waren, sollte dessen Spitze gebrochen werden. Diese Taktik wurde unter anderem auch von US-Militärberatern vorgeschlagen und im Bürgerkrieg eingeplant. So wurden u. a. von Hubschraubern aus Zettel über San Salvador abgeworfen mit dem Slogan „Sei ein Patriot – Töte einen Priester".

„Kein Soldat ist gezwungen, einem Befehl zu folgen, der gegen das Gesetz Gottes verstößt. Einem amoralischen Gesetz ist niemand unterworfen. Es ist an der Zeit, dass ihr euer Gewissen wiederentdeckt und es höher haltet als die Befehle der Sünde. Die Kirche, Verteidigerin der göttlichen Rechte und Gottes Gerechtigkeit, der Würde des Menschen und der Person, kann angesichts dieser großen Gräuel nicht schweigen. Wir fordern die Regierung auf, die Nutzlosigkeit von Reformen anzuerkennen, die aus dem Blut des Volkes entstehen. Im Namen Gottes und im Namen dieses leidenden Volkes, dessen Klagen jeden Tag lauter zum Himmel steigen, ersuche ich euch, bitte ich euch, befehle ich euch im Namen Gottes: Hört auf mit der Repression!"

– Óscar Romero: Letzte Predigt am 23. März 1980, Kathedrale von San Salvador

 

 

Politische Folgen

Der Mord an Óscar Romero entzündete in El Salvador einen Bürgerkrieg, der während 12 Jahren mehr als 75.000 Menschenleben forderte, davon 70.000 Zivilisten. Bereits bei Romeros Begräbnisfeier, an der etwa eine Million Menschen teilnahmen, gab es ein Massaker mit 40 Todesopfern unter den Teilnehmenden. Einige Augenzeugen verschwanden spurlos, andere, wie z. B. der Untersuchungsrichter des Mordfalles, welcher nach einem Mordversuch schließlich nach Nicaragua floh, wurden eingeschüchtert oder flohen ins Ausland.

 

Religiöse Ehrungen

Am 24. März 1994 begann der Seligsprechungsprozess nach römisch-katholischem Kirchenrecht für Óscar Romero. Die Episcopal Church in the USA nahm ihn für den Zeitraum 2006–2009 probeweise in ihren Kalender der Heiligen auf. Auch im liturgischen Kalender des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland ist er seit Anfang der 1990er Jahre für den 24. März als Märtyrer geführt. Die Evangelical Lutheran Church in America führt ihn noch immer (2013) für den 24. März in ihrem Kalender. Im Februar 2008 gab der Vatikan bekannt, dass im Verfahren zur Seligsprechung Romeros Zweifel an den Motiven seiner Ermordung aufgekommen seien, so dass das Verfahren länger dauern werde als geplant. Kurienkardinal José Saraiva Martins, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, erklärte, dass als Motiv der Ermordung der „Hass gegen den Glauben" (odium fidei) ausschlaggebend sein müsse und nicht allein politische oder soziale Gründe. Für eine Erhebung in den Märtyrerstand müsse jeder Aspekt der Umstände des Martyriums geklärt werden. Am 9. Januar 2015 erkannte der Theologenrat der vatikanischen Heiligsprechungskongregation das Martyrium an. Papst Franziskus bestätigte dies am 3. Februar 2015. Die Seligsprechung fand am 23. Mai 2015 in San Salvador statt.

 

Besetzung

 

Raúl Juliá:              Óscar Romero

Richard Jordan:      Padre Rutilio Grande

Ana Alicia:              Arista Zelada

Eddie Velez:           Lt. Columa

Alejandro Bracho:   Padre Alfonzo Osuña

Tony Plana:            Padre Manuel Morantes

Harold Gould:         Francisco Galedo

Lucy Reina:            Lucia

Al Ruscio:              Bischof Estrada

Tony Perez:            Padre Rafael Villez

Robert Viharo:        Col. Ernesto Dorio

Juan Pelaez :          Ernesto Antonio Claramount

                             Roseville

Wie wohlgesinnt einem die Völker sind, wenn man sie zu lieben weiß.

– Zum 22. Jahrestag seines Martyriums an der Placa del Monumento a Monseñor Romero in San Salvador

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Das Team:

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G. Firmenich