Das Kerpener Kulinarische Kirchen Kino

präsentiert vom KKKK-Team

immer sonntags um 16:00 Uhr

 

im Kath. Pfarrzentrum Horrem

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Das Programm im ersten Halbjahr 2017:

Der nächste Film am 2. April:

"Der seltsame Fall des Benjamin Button"

 

David Fincher * USA * 2008 * 159 Min. * Eignung ab 14
mit: Brad Pitt, Cate Blanchett

 

Der seltsame Fall des Benjamin Button ist ein Film aus dem Jahr 2008, der die Novelle The Curious Case of Benjamin Button von F. Scott Fitzgerald in einer modernen Version frei adaptiert. Die Regie übernahm David Fincher, und die Hauptrollen spielen Brad Pitt und Cate Blanchett. Der Film wurde am 29. Januar 2009 in Deutschland und einen Tag später in Österreich in die Kinos gebracht.

Handlung
Benjamin Buttons geistige Entwicklung und Körpergröße bei seiner Geburt im Jahre 1918 in New Orleans entsprechen der eines Babys, ansonsten weist er jedoch alle körperlichen Merkmale eines Greises auf (körperliche Gebrechen, Alterssichtigkeit usw.). Im Laufe seines Lebens wird Benjamin Button immer jünger.
Nachdem Benjamins Mutter bei der Geburt gestorben ist, legt der vom Anblick seines Sohnes entsetzte Vater, ein reicher Fabrikant, das Kind an der Schwelle eines Altenpflegeheims ab. Die afroamerikanische Betreiberin nimmt das Findelkind auf, und es wächst als ihr Pflegekind im Heim auf. Dort lernt Benjamin als Kind die fünf Jahre junge Daisy – die Enkelin einer Heimbewohnerin – kennen, die später eine erfolgreiche Ballerina wird. Als Benjamin älter wird, nimmt sein leiblicher Vater Kontakt zu ihm auf, ohne ihm jedoch zu offenbaren, wer er ist. Im Alter von 17 Jahren verlässt Benjamin das Altenpflegeheim und fährt zur See. Anfänglich hält er den Kontakt zu Daisy; doch als er ihr schreibt, dass er sich verliebt habe, bricht der Kontakt langsam ab.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt Benjamin nach New Orleans zurück und trifft Daisy wieder, die inzwischen ein Engagement in einem New Yorker Ballett hat. Obgleich die beiden einander emotional zugetan sind, widersetzt sich Benjamin Daisys Wunsch, mit ihm zu schlafen. Daisy reist enttäuscht wieder nach New York ab.
Als Benjamins Vater spürt, dass er kurz vor dem Tode steht, offenbart er sich gegenüber Benjamin. Er bereut, dass er seinen Sohn weggegeben hat, obwohl er Benjamins Mutter auf dem Sterbebett versprochen hatte, für das Kind zu sorgen. Benjamin verzeiht ihm und wird durch das Erbe finanziell unabhängig. Er reist nach New York, um Daisy zu treffen, muss dort aber feststellen, dass sie inzwischen mit einem anderen Mann liiert ist und kehrt nach Hause zurück.

Einige Zeit später wird Daisy während eines Gastspielaufenthaltes in Paris von einem Auto angefahren und muss ihre Tanzkarriere beenden. Benjamin reist nach Paris um Daisy zu sehen, doch diese fordert ihn auf, aus ihrem Leben zu verschwinden, da sie nicht erträgt, dass Benjamin sie in ihrem Zustand sieht. Einige Jahre später kehrt Daisy zurück nach New Orleans. Daisy und Benjamin, beide um die 40, beginnen eine Beziehung. Benjamin ist in der Phase seines Lebens, wo sein Aussehen zu seinem wirklichen Alter passt. Sie verleben einige glückliche Jahre, und schließlich wird Daisy schwanger und bringt ein gesundes Mädchen zur Welt. Benjamin wird klar, dass er nun selbst bald zum Jugendlichen und Kind werden wird und seiner Tochter daher kein richtiger Vater sein kann. Bevor die Tochter alt genug ist, um eine nachhaltige Erinnerung an ihn aufzubauen, hinterlässt er Daisy und dem Kind sein Vermögen und reist in der Welt umher. […]
Der Film beginnt im August 2005, einige Jahre nach Benjamins Tod, zur Zeit des Hurrikans Katrina, als die alte Daisy im Sterben liegt. Ihre Tochter, die bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht weiß, wer in Wirklichkeit ihr Vater ist, möchte sie auf ihrem letzten Weg begleiten und wird von ihrer Mutter gebeten, aus dem Tagebuch eines Freundes – Benjamin Button – vorzulesen. Die eigentliche Handlung stellt sich als Rückblick auf die Aufzeichnungen von Benjamin dar. Die Tochter erinnert sich auch an die Begegnung als Teenager mit dem jungen Mann, der in Wahrheit ihr Vater war. Benjamins Aufzeichnungen enden in seiner Kindheit, und Daisy erzählt von ihrem „Zusammenleben“ im Altersheim aus ihrer eigenen Erinnerung.

Kritik
Von der deutschen Filmkritik wurde der Film sehr positiv aufgenommen und rief nur vereinzelt negative Kritik hervor.
- Die Süddeutsche Zeitung lobte den Film als „eine große Geschichte vom Altwerden“, der von den 13 Oscars, für die er nominiert wurde, „jeden verdient hätte“.
- Verena Lueken hob in der Frankfurter Allgemeine Zeitung besonders die Montage, in der Daisy von einem Taxi erfasst wird, als „eine filmisch brillante Reflexion über Zeit und Zufall und darüber, dass beides nicht unserer Kontrolle unterliegt“ hervor. Fincher bringe es fertig, „völlig mühelos die Beziehungen zwischen den Figuren vor unseren Augen zu entwickeln“.
- Im Kölner Stadtanzeiger lobte Frank Olbert die „in Bilder übersetzte philosophische Reflexion über die Existenz, das Altern und den Tod“ und hebt hervor, der Film spüre dem letzten Moment des Lebens „auf unvergleichlich empfindsame, ja zärtliche Weise nach“. Er bewertet den Film abschließend als „Meisterwerk“.

- Das Kinomagazin Cinema erteilte dem Film mit einem nach oben zeigenden Daumen und der Bewertung
„100 %“ seine Höchstwertung und lobte ihn als „zutiefst bewegendes Meisterwerk und eine Beschwörung der grotesken Komik“. Pitts Schauspiel wird als seine „bisher beste Darstellerleistung“ hervorgehoben.
- Iris Radisch rühmt in der Wochenzeitung Die Zeit, dass die Abweichung des Drehbuchs von der Literaturvorlage diese „bereichert und vertieft“ habe, und wertet Brad Pitts Benjamin Button als „glaubwürdigste[n] Charakter dieses Films“. Auch wegen seiner Abschlussszene werde man diesen „Ars-Moriendi-Film“ „nicht so schnell vergessen“.
- Laura Bader lobt Der seltsame Fall des Benjamin Button auf Focus Online als einen „Film über die einfachen Dinge des Lebens – mit einmaligen Effekten und viel Gefühl“. Hervorgehoben wird auch das Spiel Brad Pitts, der es schaffe, „die Diskrepanz zwischen Benjamins äußerem und innerem Alter auf beeindruckend glaubhafte Weise darzustellen“.
- Harald Peters kritisierte den Film in der Welt am Sonntag als „vollgestopft mit überflüssigen Figuren und Handlungssträngen“. Die Hauptfigur Benjamin Button bezeichnete er als „möglicherweise die langweiligste Person, die es gibt“.
- Lars-Olav Beier bezeichnete den Film in Spiegel Online als brillant, er sei die größte Kino-Romanze seit Titanic. Der Film sei ergreifend und bewegend wie kaum eine andere Hollywood-Produktion, und mit 13 Nominierungen war er einer der Favoriten für die Oscarverleihung 2009.

Produktion
Fitzgeralds Novelle galt aufgrund des rückwärts gerichteten Alterungsprozesses lange als unverfilmbar. Die Kombination von Masken, digitaler Technik und verschiedener Lichtquellen ermöglichte jetzt eine durchgängig natürlich wirkende Umsetzung. Make-up-Designer Greg Cannom und der für visuelle Effekte verantwortliche Eric Barba schufen Bilder, deren digitaler Ursprung dem Zuschauer meist verborgen blieb.
Kameramann Claudio Miranda sorgte für die möglichst naturalistische Gestaltung der Aufnahmen. „Wir überlegten, woher das Licht wohl kommen mag, und entweder übernahmen wir es aus den natürlichen Gegebenheiten, oder wir versuchten es für unsere Zwecke zu modifizieren.“

Auszeichnungen (gewonnen)
Oscar
• Bestes Szenenbild
• Bestes Make-Up
• Beste visuelle Effekte
Austin Film Critics Association
• Beste Nebendarstellerin (Taraji P. Henson)
National Board of Review
• Beste Regie (David Fincher)
• Bestes adaptiertes Drehbuch (Eric Roth)
Image Award
• Beste Nebendarstellerin (Taraji P. Henson)

Lizenznahme über die Medienzentrale des Erzbistums Köln

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G. Firmenich