Heilig Geist, Neu-Bottenbroich

Neu-Bottenbroich und seine Kirche Heilig Geist sind ein Ergebnis des Braunkohlenabbaus. Der ursprüngliche Ort Bottenbroich hat eine mindestens 800 Jahre alte Geschichte. Er lag im Gebiet des heutigen Marienfeldes. Bereits 1484 konnte ein Kirchenneubau errichtet werden. Bekannt wurde Bottenbroich als Wallfahrtsort durch ein Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes aus dem Jahre 1420, die ab dem 18. Jahrhundert besonders verehrt wurde. Das dort bestehende Kloster wurde im Zuge der Säkularisierung 1802 aufgehoben, die Kirche blieb aber als Pfarrkirche erhalten. In 1935 wurde beschlossen, dass Bottenbroich dem Braunkohlenabbau weichen musste. Von 1948 bis 1952 wurde der Ort dann umgesiedelt an den heutigen Standort und nannte sich Neubottenbroich, nachdem man 1948 noch die 500-Jahr-Feier des Klosters und der Kirche in einer Festoktav feierlich begangen hatte. Seelsorgerisch gehörte Bottenbroich zu Grefrath, und so fiel das Vermögen der Kirche und auch das Gnadenbild an Grefrath. Das Gnadenbild steht heute in der dortigen Kirche. In Neu-Bottenbroich errichtete Rheinbraun eine Notkirche, die heute als Pfarrheim dient. Nachdem eifrig Gelder gesammelt wurden, konnte schließlich 1965/66 die heutige Kirche Heilig Geist eingeweiht werden. In den Altar wurde eine Kopie des alten Gnadenbildes eingearbeitet. In den 1970er Jahren wurde die heutige Innenausstattung angeschafft. Im Jahre 2004 schließlich wurde am Rande des Marienfeldes, genau am Standort der ehemaligen Klosterkirche Maria Himmelfahrt, ein Gedenkkreuz errichtet.